Die Geschichte des Europa-Park beginnt bereits 1780 in Waldkirch mit einem Handwerksbetrieb für Wagen. Paul Mack war der erste Unternehmer in der Firmengeschichte und fertigte bald Wagentypen aller Art an. Die Stadt Waldkirch im Schwarzwald war bekannt für ihre Postkutschen und Orgeln. Mit zunehmender Mobilität der Bevölkerung wurden jede Menge Fahrzeuge gebraucht. Auch die Schaustellerei wuchs rasant und die Firma Mack sorgte für die fahrbaren Untersätze der Schausteller und Zirkusleute. Wohn- und Packwagen machten einen großen Teil der Produktion aus. So war es nur konsequent, dass die Macks schließlich alles bauten, was ihre Kunden benötigten - von Achter- und Geisterbahnen, über Karussells bis zu Auto Scootern. Seit nunmehr 232 Jahren steht der Familienbetrieb für Innovation und Zuverlässigkeit. Heute zählt MACK Rides zu den weltweit führenden Herstellern verschiedenster Fahrgeschäfte.
Der Europa-Park entsteht: Von der Vision zur Wirklichkeit
Während einer Reise durch die USA hatten Franz Mack und dessen Sohn Roland 1972 die Idee, einen eigenen Freizeitpark mit einem Unterhaltungsangebot für alle Altersklassen zu eröffnen. Dieser sollte darüber hinaus auch als Ausstellungsfläche für die in Waldkirch hergestellen Produkte dienen, so dass potentielle Kunden sehen konnten, wie die Fahrgeschäfte in der Praxis laufen. Die Realisierung dieses Projektes dauerte schließlich drei Jahre, bis der Europa-Park 1975 zum ersten Mal seine Tore öffnet.
1975-1985: Wachstum gegen anfängliche Widerstände
Unter der Leitung von Franz Mack und seinen Söhnen Roland und später auch Jürgen entstand eine optimale Kombination aus Parkanlagen, Unterhaltung, Kultur und dem Nervenkitzel der Fahrgeschäfte, fast alle gebaut von der Mutterfirma Mack in Waldkirch.
Doch nicht jeder glaubte zu Beginn an den Erfolg, die anfängliche Skepsis war groß. "Der Pleitegeier schwebt über Rust" oder "Was geschieht mit der Freizeitruine im badischen Fischerdorf", diese beiden nicht gerade euphorischen Schlagzeilen gehörten zu den ersten Presseresonanzen auf die Idee der Familie Mack, im badischen Rust ein Freizeitpark zu bauen. Die Besucherzahlen gaben ihnen jedoch recht: 250.000 Besucher kamen 1975, ein Jahr später bereits 700.000, 1978 die erste Besuchermillion. Ein entscheidender Schritt war 1982 die Eröffnung des Italienischen Themenbereichs und die Umsetzung des europäischen Themenkonzeptes zusammen mit Bühnenbildner und Filmarchitekten Ulrich Damrau.
1985-1995: Europäische Ausrichtung und Aufstieg zum Marktführer
Das europäische Themenkonzept wird mit viel Liebe zum Detail konsequent verfolgt, in Folge entstehen Holland (1984), England (1988), Frankreich (1990), Skandinavien (1992), Schweiz (1993), Spanien (1994) und Deutsche Allee (1996). Das Konzept erweist sich als visionär vor dem Hintergrund der parallel verlaufenden politischen Neuordnung Europas. 1985 unterzeichnet, öffnet das Schengen Abkommen in den folgenden zehn Jahren bis 1995 die Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten.
Der hohe Qualitätsanspruch der Brüder Mack zahlt sich aus. Ob Gastronomie, Fahrgeschäfte, Gartenanlagen oder Shows, es wird konsequent auf höchstes Niveau geachtet. Bereits 1990 gibt die Stiftung Warentest dem Europa-Park als einzigen deutschen Freizeitpark die Note "sehr gut". Zwei Millionen Menschen besuchen den Park 1991.
Das Urteil der Stiftung Warentest kommt 1996 zu einem eindeutigen Schluss: "Der Europa-Park in Rust bietet insgesamt das breiteste und qualitativ hochwertigste Angebot zu einem vertretbaren Preis." Und der Tourismusexperte Prof. Horst W. Opaschowski aus Hamburg geht noch einen Schritt weiter, wenn er sich mit folgenden Worten im Gästebuch des Europa-Park verewigt: "Erlebe Dein Leben - so heißt die Prognose für die Zukunft. Die Zukunft hier in Rust hat längst begonnen."
1995-2012: Entwicklung, Differenzierung, Erschließung
Eine neue Epoche beginnt 1995 mit der Eröffnung des "El Andaluz", dem ersten Hotel in einem deutschen Freizeitpark. Eine verlängerte Aufenthaltsdauer resultierend aus einem immer größeren Parkangebot lassen den Druck auf Übernachtungsmöglichkeiten steigen. Bereits im ersten Jahr ist das Hotel zu 87 Prozent ausgebucht, es folgt der Bau des "Castillo Alcazar" 1999. Die Nachfrage ist enorm: Die Hotelgesamtauslastung im Jahr 2000 liegt bei 97.7 Prozent. Im Park wird mit 3 Millionen Besuchern ein neuer Rekord erzielt.
2001/2002 öffnet der Europa-Park seine Pforten als erster Freizeitpark in Deutschland für eine Wintersaison. 180.000 Gäste kommen während der sechs Öffnungswochen. Mit der zunehmenden Bedeutung des Parks als Touristenmagnet erfolgt im Frühjahr 2002 nach jahrzehntelangem Ringen die Eröffnung der eigenen Autobahnausfahrt.
Der Bau eines dritten 4-Sterne-Erlebnishotels ist eine Frage der Zeit. Das Hotel „Colosseo“, das 2004 eröffnet wird, ist im italienisch-römischen Stil mit 1.450 Betten das größte Einzelhotel in Südbaden. 2007 folgte bereits das vierte 4-Sterne-Erlebnishotel „Santa Isabel“, das im Stile eines portugiesischen Klosters erbaut wurde. Im Sommer 2012 wird das fünfte Erlebnishotel „Bell Rock“ eröffnet. Das im Neuengland-Stil erbaute 4-Sterne Superior Hotel rundet das Übernachtungsangebot des Europa-Park Hotel Resort mit zusätzlichen 1.000 Betten ab. Gemeinsam mit den Hotels "El Andaluz", "Castillo Alcazar", „Colosseo“ und „Santa Isabel“ ist es das größte Hotel-Resort bundesweit. Schon im ersten Jahr kann das ganzjährig geöffnete „Colosseo“ die traumhafte Auslastung von 95 Prozent verbuchen. Durch die erhöhte Hotelkapazität nimmt die Zahl der Zweitagesbesucher zu, der Einzugsbereich erweitert sich. So konnten zahlreiche Übernachtungen in den Europa-Park Hotels verbucht werden, viele weitere Übernachtungen initiierte der Europa-Park zusätzlich in der Tourismusregion Schwarzwald.
Auch das Firmenkundengeschäft wächst mit dem größeren Angebot an Veranstaltungs- und Tagungsräumen. Über 1.300 Veranstaltungen im Jahr werden derzeit über das 1998 gegründete Confertainment abgewickelt.
Parallel dazu gewinnt der Park als Medienstandort an Bedeutung und ist heute beliebte Produktionsstätte für BR, Sat.1, SWR, ZDF, ProSieben u.a. Rund 200 TV-Sendungen werden jährlich im Park aufgezeichnet.
2009 erfolgte die Erweiterung des Parks um 15 Hektar, davon umfasst der neu entstandene Isländische Themenbereich mit dem neuen „blue fire megacoaster powered by GAZPROM“ eine Fläche von zwei Hektar. Island erweitert das europäische Länderthemenkonzept und bietet den höchsten Looping einer Katapultbahn in Europa. 2012 wird die Fläche um weitere fünf Hektar durch den Bau der ersten Holzachterbahn im Europa-Park und dem fünften Erlebnishotel samt modernem Fitness-Club erweitert.
Seit der Saison 2011 garantiert der Europa-Park märchenhaften Abenteuerspaß für die ganze Familie. Im neuen „Märchenwald“ können die Besucher hautnah in die Erzählungen ihrer Kindheit eintauchen, während die Kleinsten sich in der Kinderattraktion „Piccolo Mondo“ auf eine etwas andere Gondelfahrt begeben. Auch die ab Sommer geöffnete Familienattraktion „Volo da Vinci“ verspricht interaktiven Fahrspaß in Leonardo da Vincis genialen Flugkonstruktionen.
Eine absolute Weltneuheit und einen völlig anderen Achterbahngenuss erleben Gäste in dem weltweit ersten Loopingrestaurant: Im „FoodLoop“ Restaurant steht das Essen im wahrsten Sinne des Wortes kopf!
Darüber hinaus wird Roland Mack im November 2011 als erster Deutscher zum Präsident des Weltverbandes der Freizeitindustrie IAAPA ernannt. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen wird er sich künftig vor allem für die strategische Entwicklung der Branche, den internationalen Erfahrungsaustausch und insbesondere für die weitere Harmonisierung von Sicherheitsstandards engagieren.
Auch im Jahr 2013 gibt es im Europa-Park wieder zauberhafte Neuigkeiten zu entdecken! Ein märchenhaftes Jahr erwartet Sie...
Erweiterung des Märchenwalds
Im Reich von Frau Holle und ihren Freunden wird es bald noch viel mehr Märchenhaftes zu entdecken geben. 200 Jahre nachdem die Erstausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm erschienen ist, finden Rapunzel, Doktor Allwissend und die goldene Gans ein neues Zuhause im Märchenwald des Europa-Park. Mit der Erweiterung des Themenbereichs zur Sommersaison 2013 werden insgesamt sechs weitere Geschichten der Grimms im verwunschenen Wald ihren Platz finden.
Historisches Salon-Karussel "Eden Palladium"
Eines der vier letzten existierenden Salon-Karussells weltweit. Seit dem 1. Dezember 2012 können unsere Besucher auf Pferdchen, Schweinchen oder in Kutschen ihre Runden drehen. Das Karussell wurde originalgetreu restauriert und den Technik- und Sicherheitsstandards des TÜV angepasst. Im Eingangsbereich des Europa-Park kommt es nun seiner ursprünglichen Bestimmung nach: Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Neugestaltung Magic Cinema 4D
2013 erstrahlt das Magic Cinema 4D in neuem Glanz! Ein neues Design und neue, bequeme Sitze ermöglichen den Gästen, die Abenteuer der Euromaus und ihren Freunden noch mehr geniessen zu können!
Europa-Park Confertainment Center
Ab Saisonstart 2013 ergänzt ein Tagungsraum im neuen Confertainment Center am Haupteingang des Europa-Park das Repertoire der vielseitigen Veranstaltungsorte. Von der Familienfeier im kleinen Kreis bis hin zur großen Firmenpräsentation bieten unsere insgesamt 30 Tagungs- und Veranstaltungsräume von 26 bis 2.600 Quadratmeter Platz für 10 bis 2.000 Personen. Der „Traumpalast“ und das Salon-Karussell „Eden Palladium“ haben ebenfalls ihren Platz in dem neuen Gebäude gefunden.
Zukunft und Generationswechsel
Auch für die kommenden Jahre hat sich die Familie Mack viel vorgenommen: Neben der Optimierung bestehender Anlagen bedeutet dies vor allem eine Politik der kontinuierlichen Expansion mit neuen Attraktionen und Themenbereichen. Mit einem Umbau und gleichzeitig einer Expansion 2012 im traditionsbehafteten Mutterhaus in Waldkirch wird ein weiterer Grundstein für die Zukunft gelegt. Auch die nächste Generation Mack stellt sich der Herausforderung und hat bereits Verantwortung übernommen. Seit 2007 unterstützen Michael und Thomas, die Söhne von Roland Mack, die Geschäftsführung. Diplom-Betriebswirt Michael Mack leitet im Produktionsbetrieb Mack Rides in Waldkirch die Bereiche Marketing und Vertrieb. Parallel dazu übernimmt er die Verantwortung im operativen Management sowie seit Sommer 2008 in der Abteilung Mack Solutions des Freizeitparks. Sein Bruder Thomas hingegen leitet als Diplom-Hotelier das Hotel-Resort sowie die gesamte Park- und Eventgastronomie.
Freizeitindustrie für morgen, heute bei Mack erdacht, entwickelt und umgesetzt - ein Konzept, das auch im einundzwanzigsten Jahrhundert Erfolg sicherstellt. Der zufriedene Gast ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren, das heißt für den Europa-Park vor allem weiterhin konsequent auf Qualität und Innovation zu setzen. Ereignismanager Roland Mack: „Unsere Gäste verdienen nur das Beste, und genau das bekommen sie bei uns“.
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