20.03.2002

Das lange Warten hat sich gelohnt

 

Mit der Verkehrsfreigabe der Kreisstrasse 5349 zwischen Ringsheim und Rust sowie der Anschlussstelle Rust an die A5 durch den baden-württembergischen Verkehrsminister Ulrich Müller feierte die Region Ortenau und der Südliche Oberrhein am 15. März 2002 die Vollendung eines bedeutsamen Straßenbauprojekts. <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Durch den großen Erfolg des Europa-Park ? über 3,3 Mio. Besucher im letzten Jahr ? ist die Infrastruktur der Region Ortenau schon seit Jahren deutlich an ihre Grenzen gestoßen. Allseits bekannte Folgen waren oft kilometerlange Rückstaus auf der Autobahn und sich durch die anliegenden Ortschaften schlängelnde Autokorsos. Über zehn Jahre an Planungs- und Bauzeit sind bis zu der langersehnten Fertigstellung der Autobahnanschlussstelle Rust vergangen. Sie soll in den Sommermonaten die Verkehrssituation auf der Rheintalautobahn wesentlich verbessern. Tausende von Anwohnern in den Ortsdurchfahrten der Gemeinden Kappel-Grafenhausen, Rust, Ringsheim und Rheinhausen sollen fortan vom An- und Abreiseverkehr des Europa-Park entlastet werden. Daran kann man sehen, dass kaum ein Verkehrsprojekt dieser Größenordnung in solch einem Maße den Interessen aller betroffenen Gruppen gleichermaßen gerecht wird.

Andere positive Nebeneffekte sind die verbesserte Anbindung der Gemeinde Ringsheim an das Fernstraßennetz und eine Ortsumfahrung, die auch auf der östlichen Autobahnseite die Verkehrsbelastung reduzieren soll. Gleichzeitig verfügt das Industriegebiet Ringsheim künftig über einen weiteren Standortvorteil: einen Direktanschluss an die Autobahn.

Lange hat es gedauert, bis sich alle Beteiligten in diesem Projekt einig waren und ein harmonisches Bild vor Augen hatten. Das lag nicht zuletzt daran, dass es sich alle Betroffenen nicht einfach gemacht und versucht haben, die optimale Lösung auch unter Einbeziehung der Belange des Umweltschutzes zu finden.

Schon 1976 wurde der direkte Anschluss mit den Worten ?Diese Alternative wäre ohne Zweifel die Idealste? als eine Möglichkeit gesehen, die Region zu entlasten. Sogar eine Interessengemeinschaft bildete sich im August in Kappel aufgrund der ständigen Belästigung

durch den Verkehr. Bürgermeister Halter von Kappel-Grafenhausen unterstützt durch Bürgermeister Greber aus Ringsheim forderte die heutige Autobahnausfahrt zwischen den Gemeinden Ringsheim und Rust mit direktem Anschluss an die Kreisstrasse Ringsheim-Rust. Es wurde jedoch 1985, zehn Jahre später zuerst auf die Ausfahrt Herbolzheim zurückgegriffen, ohne dass das Problem der Anbindung nach Rust gelöst war.

Dies hatte zur Folge, dass sich 1994 noch immer 60% der Park Besucher ? immerhin stattliche 1,5 Mio. ? durch Kappel-Grafenhausen ihren Weg bahnten. Eine Blechlawine so groß wie nie zuvor. Unangemeldete Demonstrationen der Bürger und Überschriften im Ettenheimer Heimatboten wie ?Viele Wege führen nach Rust, warum kein direkter?? waren die unausweichliche Folge, jedoch hatten die Anwohner noch im selben Sommer durch ihre Barrikaden ihr Ziel erreicht. Ein Verkehrsgutachten befürwortete, wie nicht anders zu erwarten, den Autobahnanschluss. Der Ortenaukreis entschiedet sich für die Umsetzung als Dauerlösung in Form einer dreispurigen Anbindung von der A5 nach Rust. Ministerpräsident Erwin Teufel persönlich wandte sich an Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, um schnellstmöglich eine positive Entscheidung für den Autobahnanschluss Ringsheim herbeizuführen. Das Bundesverkehrsministerium knüpfte die Zustimmung für die neue Anschlussstelle an die A5 bei Ringsheim an die Bedingung, dass der Europa-Park seine Parkraumsituation neu ordnete, um eine rückstaufreie Zu- und Abfahrt der Parkbesucher zu gewährleisten. Der Freizeitpark investierte in sein neues Parkkonzept 15 Mio. DM und um die verkehrsinfrastrukturellen Maßnahmen überhaupt umsetzen zu können weitere 5 Mio. DM.

Am 27. April 1999 endlich erfolgte der Spatenstich durch Verkehrsminister Müller für den Ausbau der K 5349. Knapp drei Jahre später, 25 Jahre nach der ersten Ablehnung einer Europa-Park eigenen Ausfahrt bei Ringsheim und 27 Jahre seit Eröffnung des Parks wurde am 15. März 2002 die neue Zufahrt eröffnet: Die direkte, schnellste und für die bisherigen Anwohner mit der geringsten Belastung verbundene Verkehrsführung. Damit wurde nach langem Warten eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen für Deutschlands größten Freizeitpark realisiert.

Weitere Informationen unter www.europapark.de / Infoline: 01805/ 77 66 88 (0,124 ?/min)

Ihre Ansprechpartner:
Christine Wenz

Tel.: 07822 / 77-6109

Martina Evers
Tel.: 07822 / 77-6137

Fax: 07822 / 77-6278

Email: presse@europapark.de

 

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