08.09.2020

Über 7.000 Bäume versprechen Natur pur im Europa-Park

Die Blätter an den Bäumen verfärben sich bereits und sind damit erste Herbst-Vorboten. Sie bestimmen in den nächsten Wochen das malerische Bild von Deutschlands größtem Freizeitpark. Im Europa-Park samt Hotel-und Camp Resort können Besucher durch eine Naturlandschaft mit über 5.000 Bäumen und 80 verschiedenen Arten spazieren und dabei sogar viele exotische Gewächse entdecken. Die Erweiterung rund um die neue Indoor-Wasserwelt Rulantica und das 4-Sterne Superior Hotel Krønasår umfasste im vergangenen Jahr rund 2.000 weitere neu gepflanzte Bäume. Abseits der über 100 Attraktionen lassen sich so unzählige Ruheoasen unter den hölzernen Riesen entdecken. „Bei dieser Vielzahl an Bäumen kann man schon von einem großen Wald sprechen“, erklärt der zertifizierte Baumkontrolleur und Forstwirt Felix Klaiber. Viele Bäume bedeuten aber auch dauernde Pflege und regelmäßige Kontrollen, die Klaiber seit letztem Jahr in Zusammenarbeit mit der Europa-Park Gärtnerei durchführt.

„Die Kontrolle der Bäume findet das ganze Jahr statt, denn ein Baum zeigt uns im Sommer Dinge an, die wir in der kalten Jahreszeit nicht sehen können. Im Winter ist kein Laub an den Bäumen und wir können eventuelle Schäden leichter entdecken und beheben. Im Sommer können wir hingegen den Trockenstress anhand einer Verfärbung des Laubs besser einschätzen“, so Felix Klaiber. Die Gesundheit und Sicherheit der Bäume wird über ein sogenanntes Baumkataster gewährleistet. Darin verwaltet und kontrolliert Felix Klaiber die Parkbäume systematisch und regelmäßig. Jeder Baum ist mit wichtigen Daten wie seinem Standort, dem Stammumfang oder dem Kronenzustand erfasst. Das Baumkataster bietet vielfältige Möglichkeiten zur Auswertung, um daraus wiederum Pflege- und Sicherungsmaßnahmen ableiten zu können. Klaiber koordiniert die Baumkontrolle; die Durchführung der Baumpflege erfolgt durch Fachkräfte drei externer Pflegefirmen mit Unterstützung der Gärtner des Europa-Park. Es gibt auch viel zu tun. Bei Gewittern beispielsweise fallen Zusatzkontrollen auch von schon überprüften Bereichen an. „Der Europa-Park scheut weder Kosten noch Mühen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Dabei wird mehr unternommen, als vorgeschrieben ist. Dem Besucher wird so ein noch natürlicheres Erlebnis des Parks und der Natur ermöglicht“, beteuert Felix Klaiber.

Wer aufmerksam durch den Park spaziert, findet auch einige exotische Bäume. „Hier gibt es beispielsweise Götterbäume, Amberbäume, Tulpenbäume und auch Taschentuchbäume“, schwärmt Klaiber von der botanischen Vielfalt. Unter den 80 verschiedenen Arten tummeln sich weiter Feigenbäume, Korkeichen, Pinien- und Mispelbäume sowie Australische Silbereichen oder Kampferbäume. Der Europa-Park erlangte bereits 1973 mit dem Erwerb des Schlosses Balthasar ein außerordentliches Naturerbe. Die Adelsfamilie Böcklin aus dem Elsass hat einen beeindruckenden Schlosspark angelegt, zu dem damals mehr als 1.000 Gehölze zählten. Diese grüne Lunge von Deutschlands größtem Freizeitpark beherbergt hohe Kastanienbäume, Rotbuchen, Zypressen, knorrige Eichen oder ausladende Platanen. Hinzu gesellen sich auch Exoten wie Ginko- und Mammutbäume – der größte davon ist geschätzt über 150 Jahre alt und gigantische 45 Meter hoch. Zum Altbestand sind in den vergangenen Jahren tausende Bäume dazugekommen. „Allein das zeigt schon, wie viel die Familie Mack auch in die Natur investiert“, betont der langjährige Leiter der Europa-Park Gärtnerei Jürgen Sedler.
„Hinter den Ruheoasen wie dem Historischen Schlosspark Balthasar und dem malerischen Ambiente der 15 europäischen Themenbereiche im Europa-Park steckt viel Arbeit und Pflege“, ergänzt Sedler. Dazu bleiben auch die Bäume im Europa-Park von den klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre nicht gänzlich verschont. Im Moment sind die Weiden und Birken am meisten von der Hitze und Trockenheit betroffen. Doch Felix Klaiber kann Entwarnung geben: „Im Vergleich zur Gesamtsituation in Deutschland sind die Bäume im Europa-Park immer noch sehr vital. In diesem Sommer hatten wir lediglich fünf Bäume, die abgestorben sind und später gefällt werden mussten. Der Altbaumbestand war davon glücklicherweise nicht betroffen. Es hat hauptsächlich kleinere und jüngere Bäume getroffen, dessen Ersatz durch eine Nachpflanzung deutlich leichter zu bewältigen ist.“ Solchen Einschnitten begegnet die Europa-Park Gärtnerei Jahr für Jahr mit kontinuierlichen Neuanpflanzungen - allein in diesem Jahr fanden über 100 neue Bäume ihren Weg in den Park. Durch eine konstante Wasserversorgung gibt es im Europa-Park so auch noch rund 50 Birken, obwohl es dieser Baumart in der Rheinebene langsam zu warm und trocken wird. Um den historischen Altbaumbestand zu erhalten und die Vitalität der Bäume im Europa-Park zu gewährleisten, haben viele Bäume wie auch der sonst sehr beständige und schnellwüchsige Mammutbaum ein unterirdisches Bewässerungssystem erhalten, welches vollautomatisiert passende Wassermengen ohne Verdunstungsverluste an die Bäume abgibt. In den kommenden Jahren soll die Wasserversorgung großflächig ausgebaut und dadurch viele weitere Bäume am System angeschlossen werden. Für den Bestand aus zwei Dritteln Laubbäumen hofft Klaiber auf eine bessere Zukunft: „Sollten die nächsten Sommer feucht oder nass werden, gehe ich davon aus, dass sich fast 80 Prozent der Bäume wieder vom Trockenstress erholen. Das wäre natürlich toll, da es einen Altbaumbestand wie hier so schnell nicht erneut geben wird.“
In diesem Jahr bietet der Europa-Park zum ersten Mal auch zwischen der Halloween- und der Wintersaison die Möglichkeit, neben über 100 Attraktionen in 15 europäischen Themenbereichen die beeindruckende Natur zu erleben. Deutschlands größter Freizeitpark ist auch im November mit HALLOWinter jeden Tag geöffnet. Die Wintersaison geht dann bis einschließlich 10. Januar 2021. 

  • Jürgen Sedler und Felix Klaiber im Historischen Schlosspark Balthasar im Europa-Park

  • Der Mammutbaum im Europa-Park ist über 150 Jahre alt

Wir verwenden Cookies um besser zu verstehen, wie Sie unsere Webseite nutzen, um den Webseiteninhalt auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und Ihnen das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Mit der weiteren Verwendung der Webseite akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung. Mehr erfahren